Tanachzitate

zu verschiedenen Themen

Gesammelt von Roland Stigge

Quelle: Die Bibel: Altes und Neues Testament. Einheitsübersetzung. Freiburg/Basel/Wien, 1980, http://www.bibelwerk.de/

An dieser Stelle sei angemerkt, dass die hier gesammelten Zitate einer Übersetzung durch Christen (Bibel, Altes Testament) entstammen und dadurch ggf. einer Verfälschung durch Voreingenommenheit (vgl. antisemitische Tendenzen im Christentum) unterliegen (womit ich sogar rechne). Sollte dies tatsächlich der Fall sein, bitte ich an dieser Stelle schon einmal um Entschuldigung für die Verwendung der Bibel als (Sekundär-) Quelle und bitte um direkte Rückmeldung hierzu.

Hiermit muss ich mich auch klar von den Inhalten des Tanach distanzieren. Die folgenden Zitate dienen lediglich der Aufklärung und Information über grundlegende Elemente des jüdischen Glaubens.

Völkermord

"Schreit auf, denn der Tag des Herrn ist nahe; er kommt wie eine zerstörende Macht vom Allmächtigen. Da sinken alle Hände herab und das Herz aller Menschen verzagt. Sie sind bestürzt; sie werden von Krämpfen und Wehen befallen, wie eine Gebärende winden sie sich. [...] Seht, der Tag des Herrn kommt, voll Grausamkeit, Grimm und glühendem Zorn; [...] Man sticht jeden nieder, dem man begegnet; wen man zu fassen bekommt, der fällt unter dem Schwert. Vor ihren Augen werden ihre Kinder zerschmettert, ihre Häuser geplündert, ihre Frauen geschändet."

(Jes. 13; 6-9,15,16)

"Herr, du bist mein Gott, ich will dich rühmen und deinen Namen preisen. Denn du hast wunderbare Pläne verwirklicht, von fernher zuverlässig und sicher. Du hast die Stadt zu einem Steinhaufen gemacht, die starke Burg zu einem Trümmerfeld, die Paläste der Fremden zu einem verwüsteten Ort, den man in Ewigkeit nicht mehr aufbaut."

(Jes. 25; 1,2)

"Die Erde und alles, was sie erfüllt, die Welt und alles, was auf ihr sprosst, sollen es hören, dass der Herr über alle Völker erzürnt ist, dass er zornig ist auf all ihre Heere. Er hat sie dem Untergang geweiht und zum Schlachtopfer bestimmt. Die Erschlagenen wirft man hinaus, der Gestank ihrer Leichen steigt auf, die Berge triefen von ihrem Blut [...] Am Himmel erscheint das Schwert des Herrn. Seht her, es fährt auf Edom herab, auf das Volk, das der Herr im Gericht dem Untergang weiht. Das Schwert des Herrn ist voll Blut."

(Jes. 34; 1-3,5-6)

"Mose aber geriet in Zorn über die Befehlshaber, die Hauptleute der Tausendschaften und die Hauptleute der Hundertschaften, die von dem Kriegszug zurückkamen. Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr alle Frauen am Leben gelassen?"

(4 Mose 31; 14-15)

"Nun bringt alle männlichen Kinder um und ebenso alle Frauen, die schon einen Mann erkannt und mit einem Mann geschlafen haben. Aber alle weiblichen Kinder und die Frauen, die noch nicht mit einem Mann geschlafen haben, lasst für euch am Leben!"

(4 Mose 31; 17-18)

"Darum zieh jetzt in den Kampf und schlag Amalek! Weihe alles, was ihm gehört, dem Untergang! Schone es nicht, sondern töte Männer und Frauen, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel!"

(1 Samuel 15; 3)

"David verheerte das Land und ließ weder Männer noch Frauen am Leben."

(1 Samuel 27; 9)

"Weder Männer noch Frauen ließ er am Leben und er brachte niemand nach Gat; denn er sagte sich: Niemand soll etwas über uns berichten und sagen können: Das und das hat David gemacht."

(1 Samuel 27; 11)

"Damals eroberten wir alle seine Städte. Wir weihten die ganze männliche Bevölkerung, die Frauen, die Kinder und die Greise der Vernichtung; keinen ließen wir überleben. Als Beute behielten wir nur das Vieh und das, was wir in den eroberten Städten geplündert hatten."

(5 Mose 2; 34-35)

"Den ganzen Besitz aus diesen Städten und das Vieh nahmen die Israeliten für sich, die Menschen aber erschlugen sie alle mit scharfem Schwert und rotteten sie völlig aus. Niemand ließen sie am Leben."

(Josua 11; 14)

"Aus den Städten dieser Völker jedoch, die der Herr, dein Gott, dir als Erbbesitz gibt, darfst du nichts, was Atem hat, am Leben lassen. Vielmehr sollst du die Hetiter und Amoriter, Kanaaniter und Perisiter, Hiwiter und Jebusiter der Vernichtung weihen, so wie es der Herr, dein Gott, dir zur Pflicht gemacht hat"

(5 Mose 20; 16-17)

"Du wirst alle Völker verzehren, die der Herr, dein Gott, für dich bestimmt. Du sollst in dir kein Mitleid mit ihnen aufsteigen lassen."

(5 Mose 7; 16)

"Außerdem wird der Herr, dein Gott, Panik unter ihnen ausbrechen lassen, so lange, bis auch die ausgetilgt sind, die überleben konnten und sich vor dir versteckt haben."

(5 Mose 7; 20)

"Damals eroberte Menahem von Tirza aus die Stadt Tifsach und tötete alle Bewohner der Stadt und ihrer Umgebung, weil sie ihm die Tore nicht geöffnet hatten. Er eroberte sie und ließ ihren schwangeren Frauen den Leib aufschlitzen."

(2 Kö 15; 16)

"Auch die Moabiter schlug er. Sie mussten sich nebeneinander auf die Erde legen und er maß die Reihe mit einer Messschnur ab: jeweils zwei Schnurlängen wurden getötet und jeweils eine volle Schnurlänge ließ er am Leben."

(2 Sam. 8; 2)

"Da sagte der Herr zu mir: Mein Volk Israel ist reif für das Ende. Ich verschone es nicht noch einmal. [...] Alles ist voller Leichen, überall wirft man sie hin. [...] Ich verwandle eure Feste in Trauer und all eure Lieder in Totenklage."

(Amos 8; 2, 3, 10)

"Ich zerschmettere allen den Kopf. Was dann von ihnen noch übrig ist, töte ich mit dem Schwert. Keiner von ihnen kann entfliehen, keiner entrinnt, keiner entkommt. Wenn sie in die Totenwelt einbrechen: meine Hand packt sie auch dort. Und wenn sie zum Himmel aufsteigen: ich hole sie von dort herunter."

(Amos 9; 1-2)

"Ich habe meine Augen auf sie gerichtet zu ihrem Unheil, nicht zu ihrem Glück."

(Amos 9; 4)

Kannibalismus

"In der Not der Belagerung, wenn dein Feind dich einschnürt, musst du die Frucht deines eigenen Leibes essen, das Fleisch deiner Söhne und Töchter, die dir der Herr, dein Gott, geschenkt hat."

(Dtn. 28; 53)

Mord

"Wohl dem, der deine Kinder packt und sie am Felsen zerschmettert!"

(Psalm 137; 9)

"Sie brachten ihre Söhne und Töchter dar, als Opfer für die Dämonen. Sie vergossen schuldloses Blut, das Blut ihrer Söhne und Töchter, [...]"

(Psalm 106; 37,38)

Rechtsverständnis / Vergeltung

Wenn einer seinen Sklaven oder seine Sklavin mit dem Stock so schlägt, dass er unter seiner Hand stirbt, dann muss der Sklave gerächt werden. Wenn er noch einen oder zwei Tage am Leben bleibt, dann soll den Täter keine Rache treffen; es geht ja um sein eigenes Geld.

(2. Mose 21; 20-21)

Wenn Männer miteinander raufen und dabei eine schwangere Frau treffen, sodass sie eine Fehlgeburt hat, ohne dass ein weiterer Schaden entsteht, dann soll der Täter eine Buße zahlen, die ihm der Ehemann der Frau auferlegt; er kann die Zahlung nach dem Urteil von Schiedsrichtern leisten. Ist weiterer Schaden entstanden, dann musst du geben: Leben für Leben, Auge für Auge, Zahn für Zahn, Hand für Hand, Fuß für Fuß, Brandmal für Brandmal, Wunde für Wunde, Strieme für Strieme.

(2. Mose 21; 22-25)

Kindesmisshandlung

"Wer die Rute spart, hasst seinen Sohn, wer ihn liebt, nimmt ihn früh in Zucht."

(Spr. 13; 24)

"Erspar dem Knaben die Züchtigung nicht; wenn du ihn schlägst mit dem Stock, wird er nicht sterben."

(Spr. 23; 13)

Behindertenfeindlichkeit

"Jeder, der den Schacht erreicht, soll die Jebusiter erschlagen, auch die Lahmen und Blinden, die David in der Seele verhasst sind."

(1 Sam. 5; 8)

Homophobie

"Schläft einer mit einem Mann, wie man mit einer Frau schläft, dann haben sie eine Gräueltat begangen; beide werden mit dem Tod bestraft; ihr Blut soll auf sie kommen."

(3 Mose 20; 13)

Frauenverachtung

"Da ist meine jungfräuliche Tochter und seine Nebenfrau. Sie will ich zu euch hinausbringen; ihr könnt sie euch gefügig machen und mit ihnen tun, was euch gefällt."

(Ri 19; 24)

Grausamkeit Gottes

"Ich biete gegen euch Bestürzung auf, Schwindsucht und Fieber, die das Augenlicht zum Verlöschen bringen und den Atem ersticken."

(3. Mose 26; 16)

"Weh denen, die den Tag des Herrn herbeisehnen. Was nützt euch denn der Tag des Herrn? Finsternis ist er, nicht Licht."

(Amos 5; 18)

Treue gegenüber der Heiligen Schrift

"Ihr sollt auf den vollständigen Wortlaut dessen, worauf ich euch verpflichte, achten und euch daran halten. Ihr sollt nichts hinzufügen und nichts wegnehmen."

(Dtn. 13; 1)